Bruchschneider

Aus Mittelalter-Lexikon
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Bruchschneider hieß ein Vertreter der niederen Heilkunst, der sich auf die Behandlung von äußeren Eingeweidebrüchen (Hernien) spezialisiert hatte. Seine Ausbildung glich der des ®Steinschneiders, und gleich diesem übte er sein Handwerk meist ambulant aus. Brüche wurden außer mit dem Messer auch mit dem Brenneisen oder mit Ätzmitteln angegangen, wobei die Lebensgefahr gleich groß war. Die hohe Versagens- oder gar Todesquote bei der Hernienoperation dürfte auch der Grund dafür gewesen sein, dass sich studierte Chirurgen nicht damit befassten.