Krain (Slow.)

Aus Mittelalter-Lexikon
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Krain (slow. Kranjska). Das Becken um Laibach (Ljubljana) zwischen den Julischen und Steiner Alpen im N und NW und den Karst-Hochflächen im S und SW. Die Gegend gehörte zur Römerzeit zur Provinz Pannonien. Im 6. Jh. wanderten vom Awarenreich her die slaw. Slowenen ein. Ende des 8. Jh. wurde die Krain von Karl d. Gr. im Zuge seiner Awarenfeldzüge erobert. 865 kam sie als Grenzmark an das Herzogtum Bayern. Die Markgrafen waren seit dem 11. Jh. direkte Lehnsleute des Kaisers. 1282 bis 1335 wurde die Markgrafschaft von der Grafen von Görz verwaltet, nach deren Aussterben gelangte sie in den Besitz der Habsburger. 1394 wurde Krain zum Herzogtum erhoben, zu Ende des MA. wurde sie Österreich zugeschlagen. Die Bevölkerung blieb überwiegend slowenisch, nur im Norden bildeten Einwanderer aus Bayern, Kärnten und Österreich eine breite deutsche Schicht, auf welche u.a. die Gründung der Stadt Klagenfurt zurückgeht.