Städtelob

Aus Mittelalter-Lexikon
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Städtelob (lat. laudes urbium). Panegyrische Dichtung auf eine Stadt, lobende Beschreibung von deren Lage, Umgebung, Befestigung, Straßen, Plätzen, Brunnen, Kirchen und ihren Reliquienschätzen sowie ihrer Einwohner und deren Sitten, Wohlstand und Frömmigkeit. Vorbild dieser sma. Literaturgattung waren spätrömische laudes (laudes Romae, laudes Italiae). Als deutscher Vertreter des Genres sei Hans Rosenplüt genannt („Lobspruch auf die Stadt Nürnberg“). Viele lobende Beschreibungen süddeutscher Städte (u.a. Wien, Straßburg, Basel, Regensburg usw.) stammen von Italienern (z.B. Enea Silvio Piccolomini).