Öle als Arzneimittel

Aus Mittelalter-Lexikon
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Öle als Arzneimittel. In der antiken Volksmedizin gründete das Wissen um die Heilkraft pflanzlicher Öle – besonders des Olivenöls. Außer reinem Öl kamen auch Ölsalben und Abkochungen von Heilkräutern in Öl zur Anwendung.
Gegen Entzündungen und Schmerzen jeder Art verwendete man Umschläge und Einreibungen mit warmem Öl. Warme Olivenölumschläge linderten gichtige Leiden, Lavendelöl wurde bei Ohrschmerzen eingeträufelt. Bei Verstopfung oder bei Entzündung der Geburtswege wandte man Olivenölspülungen und –klistiere an. Leinöl sollte bei Verstopfung und Seitenstechen eingenommen werden, kleinen Kindern gab man bei Koliken Kümmelöl. Gegen Eingeweidewürmer ging man mit Wermutöl an, das eingenommen oder auf den Bauch geschmiert wurde.