Adalbert von Bremen
Adalbert von Bremen (um 1000 - 1072). Wurde als drittes Kind einer vornehmen Familie für die geistliche Laufbahn bestimmt, studierte an der Domschule zu Halberstadt, wurde dort Domherr und 1032 Dompropst. 1043 durch Heinrich III. zum Erzbischof von Hamburg und Bremen auserwählt, sandte als päpstlicher Vikar Missionare nach Skandinavien, sogar bis nach Island und Grönland. Er scheiterte bei dem Versuch, die der Kirche gewonnenen Gebiete zu einem "Patriarchat des Nordens" zusammenzufassen. 1053 wird Adalbert von Papst Leo IX. zum Legaten für die Länder des Nordens ernannt. Als Berater Kaiser Heinrichs IV., dessen Vormund er gewesen war, kam Adalbert zu Einfluß und großem Besitz Sein Hang zur Maßlosigkeit ließ ihn nach einer herzogsgleichen Stellung streben. Er war fleischlichen Genüssen durchaus zugetan und führte ein verschwenderisches Hofleben. All dies erregte den Neid der Fürsten und führte 1065 zu seiner Entlassung vom königlichen Hof. 1066 wurde Adalbert durch Herzog Ordulf von Sachsen aus seinem Bistum vertrieben und mußte ausgedehnte Gebiete abtreten. 1069 kehrte er in sein Bistum zurück und trat wieder in engere Beziehung zu Heinrich IV., ohne jedoch seinen alten Einfluss wieder zu erlangen.