Bischofsring

Aus Mittelalter-Lexikon
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Bischofsring (Annulus pontificalis). Pontifikal-Insignie (Amtsabzeichen) der Bischöfe und Äbte/Äbtissinen, zumeist aus Gold und mit Edelsteinen besetzt. Ursprünglich zum Siegeln bestimmt und von rein praktischer Bedeutung, wurde er als Zeichen der unverbrüchlich treuen Verbindung des Hirten mit der Kirche gedeutet. Wird seit dem 9. Jh. bei der Bischofs- oder Abtsweihe zusammen mit dem Krummstab überreicht und üblicherweise an den Zeigefinger der rechten Hand gesteckt. Bei liturgischen Handlungen (Weihe, Ordination, Pontifikalmesse) wurde er über dem Handschuh getragen.
Als ältestes erhaltenes Exemplar gilt der Ring des Bischofs Arnulf von Metz (633). Der Ring des Papstes als Bischof von Rom und obersten Hirten ist seit dem 14. Jh. der Fischerring (Annulus piscatoris).