Blasiussegen

Aus Mittelalter-Lexikon
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Blasiussegen. Der hl. ®Blasius galt den kath. Gläubigen als Helfer bei Hals- und Kehlkopfleiden sowie als Vieh- und Wetterpatron, und seit dem 9. Jh. wurden an seinem Gedenktag Segnungen von Mensch und Tier und Weihe von Heilwasser (St. Blasiuswasser) vorgenommen. Der Blasiussegen wurde auf die Weise gespendet, dass der Priester dem Schutz- oder Heilungssuchenden unter Rezitation von Segensformeln brennende Kerzen über Kreuz vor den Hals hielt oder dass ihm der Zelebrant den Rauch einer brennenden Kerze in den Mund blies. Mit dem Blasiuswasser schützte man das Vieh, indem man es mit diesem besprengte oder es ihm zu saufen gab. (Als Lostag deutete St. Blasius auf das Winterende oder auf Wind und Sturm im kommenden Jahr.)