Blockbücher

Aus Mittelalter-Lexikon
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Blockbücher. Im SMA. wurden ganzseitige Drucke von einer Holztafel (Block) abgezogen, in welche Bilder und/oder Text – seitenverkehrt – eingeschnitten waren. Die ein- oder beidseitig bedruckten Seiten wurden in Buchform zu "Blockbüchern" gebunden. Bei manchen Exemplaren wurde der Text den Bilddrucken handschriftlich beigefügt; die Kolorierung der Bilder erfolgte stets von Hand. Dt. Blockbücher kamen zwischen 1420 und 1450 auf, sicher datierbare Ausgaben entstanden nach 1470. Der Text war meist in lat. Sprache abgefasst und behandelte vornehmlich geistl. Themen (Ars moriendi, Apokalypse, Biblia pauperum, Buch vom Antichrist). Als gegen Ende des 15. Jh. auch im Buchdruck entstandene Seiten mit Holzschnittillustrationen versehen wurden, kam die Blockbuchherstellung zum Erliegen. Erhalten haben sich etwa 30 Werke in ca. 100 Ausgaben, hauptsächlich von sma. Gebrauchs- und Erbauungsliteratur.