Bokemühle

Aus Mittelalter-Lexikon
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Bokemühle (zu mhd. bochen, puchen = klopfen, i.S.v. „durch Stampfen zerbrechen“). Bezeichnung für ein Stampfwerk, in dem der geröstete und getrocknete ®Flachs gebrochen wurde, d.h. die Fasern wurden von Holz- und Rindenteilen befreit. Eine derartige Werkmühle bestand aus einem Antriebsteil (Wasserrad) und der Stampfe, bestehend aus einer Nockenwelle, den durch sie angetriebenen Stempeln (Stampfen) und einem Trog zur Aufnahme der Flachsgarben. (Die Bokemühle ersetzte das kraftaufwändige Arbeiten mit der Handbreche.)