Brückenkopf

Aus Mittelalter-Lexikon
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Brückenkopf. Befestigung des jenseitigen, potentiellen Angreifern ausgesetzten Zugangs zu einer Brücke. Die Anlage blieb auf der Rückseite (zum Fluss hin) unbefestigt und trug an der Verteidigungsseite Einrichtung des jeweils zeitgemäßen Festungsbaus (Mauern, Türme, Torweg, Schießscharten, Zinnen, Gießerker usf.) Der Innenraum eines Brückenkopfs sollte groß genug sein, um ein für Ausfälle genügend großes Truppenkontingent bergen zu können.
Außer zu Verteidigungszwecken dienten Bauten an Brückenköpfen auch als Pilgerherbergen, Einnahmestellen für den Brückenzoll oder waren als Kapelle angelegt.