Bundhaube

Aus Mittelalter-Lexikon
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Bundhaube (mhd. goufe, v. afrz. coife; mhd. auch hoube, hube; mlat. cofea, cufea, ). Eine im 12. Jh. von Frankreich her in Gebrauch gekommene, eng dem Schädel anliegende und von Kinnbändern gehaltene Kopfbedeckung von Männern jeden Standes. Ursprünglich aus Leder gearbeitet und nur zum Tragen unter dem Helm bestimmt, wurde sie zur schlechthinigen Männerkopfbedeckung des MA. Die Nachfolgerin besagter Lederkappe war aus Leinen gefertigt, bändigte das Haar, schützte es wie die Ohren vor Wind und wurde auch unter Helmen oder Hüten getragen. Eine der goufe ähnliche, ans Kettenhemd angestückelte Haube aus Ringelgeflecht wurde hersenier oder hersnier (Harnischkappe) genannt. Bundhauben aus Leinen oder Seide wurden auch als Schlafhauben benutzt.