Celle

Aus Mittelalter-Lexikon
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Celle. Stadt im Süden der Lüneburger Heide, an der Aller gelegen. 990 in einer Urkunde Ottos III. erstmals als „Kellu“ (= Stadt am Fluss) erwähnt, ursprünglich an der Stelle des heutigen Dorfes Altencelle gelegen. War schon 1248 Stadt, wurde jedoch 1292 an eine verkehrsgünstigere Stelle am Schnittpunkt des Wasserweges und einer Heerstraße 3 km allerabwärts verlegt. Die planmäßige rechteckige Neugründung wurde durch eine neue Burg geschützt, bekam 1301 das Stadtrecht und war 1371 (bis 1705) Residenzstadt der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg. Wichtig für die wirtschaftl. Entwicklung der Stadt war die Verleihung des Kornschiffahrtsmonopols (1464).
Ma. Bauten: Das im 16. und 17. Jh. umgebaute Schloss geht auf auf eine Erstanlage aus dem Jahr 1292 zurück. Die Stadtkirche aus dem 13. Jh. wurde im 17. Jh. barockisiert. Kloster Wienhausen (10 km südöstl), im 13.Jh. als Zisterzienserinnenkloster gegründet, ist eines der bedeutendsten ma. Bauwerke Norddeutschlands. Es ist berühmt wegen seiner Wand- und Deckenmalereien des 14. Jh. und wegen seiner Bildteppiche aus dem 14. und 15. Jh.