Codex aureus

Aus Mittelalter-Lexikon
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Codex aureus. Karolingisches Prachtevangeliar, entstanden 870 im Kloster St. Emmeram in Regensburg (seit 1811 in der Bayer. Staatsbibliothek in München aufbewahrt). Auftraggeber war Karl der Kahle, ausführende Mönchskünstler waren Berengar und Liuthard. Es ist mit goldenen Buchstaben geschrieben und enthält Miniaturen im Riesenformat 31 x 41 cm. Der Deckel ist mit Treibarbeit in Gold geschmückt. Es enthält 126 Folios im Format von 42 x 33 cm mit Goldunzialen und zahlreichen Einzelinizialen und ist in leuchtenden Farben (Lapislazuliblau, Rot, Gold) gehalten. Der im Original erhaltene Einband aus getriebenem Goldblech ist mit Smaragden und Saphiren, mit Perlen, Zellenschmelz und Goldfiligran üppig gescgmückt.