Comaciner

Aus Mittelalter-Lexikon
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Comaciner (magistri Comacini, maestri C., Comasken). Unter den Salierkaisern wurde es Brauch, Kirchenbauten nicht mit antiken Spolien auszuschmücken, sondern antikisierende Architekturteile (z.B. Säulen, Kapitelle) durch ital. Steinmetze anfertigen zu lassen, die man als Gastarbeiter ins Land geholt hatte und die den "offiziellen" antiken Formenkanon beherrschten. Da sie überwiegend aus dem Bistum Como kamen, wurden sie "Comaciner" genannt. Comaciner arbeiteten unter Heinrich IV. am Dom zu Speyer und an den kaiserl. Bauten in Mainz und Maria Laach. Der Abzug der ital. Steinmetze zeigte sich in der Wiederkehr derber Würfelkapitelle. Verschiedene Gruppen lombard. Steinmetze wirkten in Trier, Utrecht, Bremen, Lund, Königslutter und an der Burg Dankwarderode in Braunschweig.