Eichsfeld

Aus Mittelalter-Lexikon
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Eichsfeld (erste Nennung 897 als "pagus Eichesfeld"). Landschaft nordwestl. des Thüringer Beckens, begrenzt durch die Rhume im Norden, die Leine im Westen, die Werra im Südwesten und die Unstrut im Südosten, bestehend aus dem Oberen Eichsfeld im Süden (Hauptort Heiligenstadt) und dem Unteren Eichsfeld im Norden (Hauptort Duderstadt). Das Untereichsfeld wird wegen seiner fruchtbaren Lehm- und Lössböden auch "Goldene Aue" genannt.
Die im 4. Jh. hier sesshaft gewordenen Thüringer wurden 531 durch die Franken unterworfen. Die Christianisierung des Landes ging vom Erzbistum Mainz aus. Als fränkische Provinz unterstand das Eichsfeld den fränkischen Gaugrafen. Schon im 10. Jh. besaß der Mainzer Erzstuhl reichen Grundbesitz in der Gegend; im 13. Jh. gewann er die Landeshoheit im Obereichsfeld, im 14. Jh. auch im Untereichsfeld. Die Mainzer Erzbischöfe verpfändeten in der Folgezeit ihren Eichsfelder Landbesitz zunehmend an den einheimischen Adel.