Elsaß

Aus Mittelalter-Lexikon
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Elsaß (frz. Alsace). Flussniederung und Mittelgebirge (Vogesen) westl. des Oberrheins, im Süden vom Schweizer Jura und im Norden vom Pfälzer Wald begrenzt. Das Gebiet war seit 58 v.Chr. röm. Provinz, wurde im 4. Jh. dem alemannischen Reich zugeschlagen und kam mit diesem 496 unter fränk. Herrschaft, war Teil des Ostfränk., später des Deutschen Reiches. Seit 925 war das Elsaß Teil des Herzogtums Schwaben. Im 11. Jh. zerfiel es in viele weltl. und geistl. Territorien, deren eines den Namen Elsaß weiterführte. Wichtigste polit. Macht im Elsaß waren die Bischöfe von Straßburg, die direkt dem Kaiser unterstellt waren. In der zweiten Hälfte des 12. Jh. löste sich Straßburg – wie einige andere Städte des Elsaß auch – aus der bischöflichen Stadtherrschaft und gelangte in den Stand einer Freien Reichsstadt. ®Straßburg galt bereits zu dieser Zeit als eines der bedeutendsten Zentren dt. Kultur.
Das Haus Habsburg, das schon im 11. Jh. im südl. Elsaß zu Landbesitz gekommen war, übte nach der Königswahl Rudolfs I. (1272) die Vorherrschaft über das ganze Land aus und verwaltete es im Zusammenhang mit seinen Besitztümern im Breisgau und im Aargau.