Eschböden

Aus Mittelalter-Lexikon
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Eschböden (von: der Esch, niederd. Esk = Acker). In Nordwestdeutschland waren durch besondere Ackerbautechnik (s. Einfeldwirtschaft) hohe Humuslagen entstanden, die in langstreifigen Äckern bearbeitet wurden. Gegen Wild- und Viehverbiss und gegen Winderosion wurden die Streifenäcker mit Wallhecken und Baumwällen eingefriedet. Es gibt Hinweise darauf, dass einige Eschböden auf das 4. vorchristliche Jh. zurückgehen. In Westfalen und im Weser-Ems-Gebiet hielt sich die Eschwirtschaft noch bis ins HMA., als sich in den Nachbargebieten bereits die Dreifelderwirtschaft durchgesetzt hatte.