Färberwau

Aus Mittelalter-Lexikon
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Färberwau (mhd. waude, v. frz. vaude, ital. guadone; bei Albertus Magnus als gauda erwähnt; auch Wau, Gilbkraut, Harnkraut; Reseda luteola). Alle oberirdischen Teile der zweijährigen Pflanze enthalten den gelben organischen Farbstoff Luteolin. Beim Überfärben von blauem Zeug mit Wau ergab sich ein kräftiges Grün. In Deutschland begann der Anbau des Färberwaus im HMA., Hauptanbaugebiete lagen in Bayern, Sachsen, Thüringen und Württemberg. Wau-Pflanzen aus südlichen Anbaugebieten (Italien, Südfrankreich) enthielten mehr Farbstoff, färbten intensiver. Die Wurzel von Reseda luteola fand als harn- und schweißtreibendes Mittel in der ma. Medizin Verwendung.