Formsteine

Aus Mittelalter-Lexikon
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Formsteine. Für Kreuzrippen, Schlusssteine sowie für Zierglieder – Maßwerk, Dachfries, Kapitelle, Portal- und Fensterleibungen – wurden von den Steinmetzen nach Schablonen des Meisters die passenden Formsteine geschlagen, bzw. im Backsteinbau von den Zieglern in Modeln die passenden Ziegelsteine geformt oder nach Schablonen aus weichen Tonballen geschnitten. Zur Herstellung von Formbacksteinen waren besondere Maßnahmen zu beachten, damit sie passgenau nach der Vorlage und formstabil blieben; so mussten sie mehrere Monate lang langsam trocknen, bevor sie gebrannt werden konnten.
Da sich Formsteine bestimmter Abmessungen an ein und demselben Bau häufig wiederholten, konnten sie auf Vorrat gefertigt werden; dies wurde z.T. während der Wintermonate erledigt, wenn die anderen Arbeiten auf der Baustelle ruhten.
(s. Backsteinbau, Bauhüttenanlage)