Garnier

Aus Mittelalter-Lexikon
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Garnier (v. frz. garnir = ausrüsten, ausstatten, bedecken). Holzverschalung im Laderaum von Frachtschiffen, welche Schüttgut – vor allem Getreide – vor einem Feuchtwerden durch das Schweißwasser schützte. Das Bodengarnier hob die Ladung über das Bilgenwasser, Seiten- und Toppgarnier schützten vor Schweißwasser das an der Bordwand herablief bzw. von der Decke tropfte. Zusätzlich zu diesen Vorkehrungen musste das Getreide während des Schifftransports zur Durchlüftung regelmäßig umgeschaufelt werden; für diese Arbeit erhielten hansische Seeleute eine zusätzliche Heuer, das sog. Kühlgeld.