Heerfrieden

Aus Mittelalter-Lexikon
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Heerfrieden. Zur Aufrechterhaltung der Disziplin und des inneren Friedens im Reichsheer erließ Friedrich I. Barbarossa 1158 zu Brescia ein Heerfriedensgesetz (Lex pacis in exercitu), das von allen Heergenossen beschworen werden musste. Es richtete sich gegen Streit und Meuterei im Heer, gegen Unfrieden, Beleidigung, Raufhändel, Körperverletzung und Totschlag, gegen Plünderung, Raub, Diebstahl und Brandlegung sowie gegen das Mitführen von Weibern. Oberster Heeresrichter war zunächst der König, später an seiner Stelle der Marschall. Sma. Heeresgerichtsordnungen sahen Heeresschöffengerichte vor, denen der Heerführer vorsaß. Zuletzt hatten die militärischen Führer Strafgewalt über die Männer ihrer jeweiligen Abteilungen.