Innsbruck

Aus Mittelalter-Lexikon
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Innsbruck. Stadt in den Alpen, gelegen an der Mündung der Sill in den Inn, an einem Ort, der schon von Illyrern und Räten besiedelt war, bevor die Römer um die Zeitenwende ihr Militärlager Veldidena (Wilten) einrichteten. Hier bestand nahe einer Innbrücke, welche wichtige Handelsstraßen bündelte, der Brückenmarkt Anprucken der bayer. Grafen von Andechs. Diese gründeten 1180 auf dem gegenüberliegenden (südlichen) Ufer eine neue Siedlung, die 1187 erstmals als Innsprucke erwähnt ist und 1239 von Herzog Otto II. das (de facto schon seit ca. 1200 bestehende) Stadtrecht verliehen bekam. 1363 wurde Innsbruck mit der Grafschaft Tirol habsburgisch und 1420 unter Friedrich IV. ("mit der leeren Tasche") Residenz anstelle von Schloss Tirol bei Meran. Siegmund ("der Münzreiche") begann 1453 mit dem Bau der got. Hofburg. Maximilian I. ("der letzte Ritter") erkor Innsbruck zu seiner Lieblingsresidenz und bereicherte um 1500 die alte Residenz um einen Prunkerker, das "Goldene Dachl". Ma. Bauten haben sich – von einigen spätgotischen Häusern abgesehen – in der vom Barock geprägten Stadt nicht erhalten.