Königsberg (Ostpreußen)

Aus Mittelalter-Lexikon
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Königsberg. Die Stadt in der Nähe der Mündung des Flüsschens Pregel in die Ostsee geht auf eine 1255 vom Deutschritterorden anstelle einer preußischen Wallanlage erbaute Burg zurück, die ihren Namen anlässlich eines Besuchs König Ottokars II. von Böhmen zu dessen Ehren erhielt. (Hatte Ottokar doch den Rittern vom Deutschen Orden Waffenhilfe bei der Bekriegung und Zwangsbekehrung der Preußen geleistet.) Im Schutz der Burg ließen sich dt. Siedler nieder und gründeten die Städte Königsberg-Altstadt, Löbenicht und Kneiphof, die um die Wende des 13./14. Jh. das Magdeburger Stadtrecht erhielten (aber erst im 18. Jh. vereinigt werden sollten). 1340 traten die Nachbarstädte der Hanse bei. Nachdem der Dt. Ritterorden die Marienburg an den König von Polen verloren hatte (1457), wurde die Burg Königsberg Sitz der Hochmeister und Mittelpunkt des Ordensstaates.