Königslutter

Aus Mittelalter-Lexikon
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Königslutter (Konigesluttere). Um 1200 entstand am Nordwest-Trauf des bewaldeten Höhenzuges Elm und an dem namensgebenden Flüsschen Lutter eine Wasserburg. In deren Schutz wuchs eine Siedlung, die 1318 als Marktflecken (forum Luttere) erwähnt wird und um 1400 Stadtrechte erhielt.
1135 hat hier Kaiser ®Lothar III. von Süpplingenburg ein Benediktinerkloster gegründet, dessen Kirche er zur Grablege seiner Familie bestimmte. Die Stiftskirche St. Peter und Paul, heute „Kaiserdom“ genannt, ist eine romanische kreuzförmige Pfeilerbasilika von monumentaler, den Machtanspruch ihres Gründers spiegelnder Größe, reich verziert mit ornamentalen Arbeiten lombardischer Steinmetzen. Der Kreuzgang an der Südseite der Kirche gilt als der schönste Norddeutschlands. Der sich im Lauf der Zeit anhäufende Reliquienschatz machte den Kaiserdom zu einer vielbesuchten Wallfahrtsstätte.