Konradiner

Aus Mittelalter-Lexikon
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Konradiner. Fränkisches Adelsgeschlecht, das sich auf einen Grafen Konrad (8. Jh.) als Stammvater berief. Sie hatten sich im 9. Jh. im Lahngau, in der Wetterau, in Hessen und in Rheinfranken eine Herrschaftsbasis geschaffen und kämpften mit den ®Popponen (oder älteren Babenbergern) um die Macht im Herzogtum Franken. Nachdem sie aus diesem Streit siegreich hervorgegangen waren (906), wurde ihr Anführer, Herzog Konrad von Franken, auf einem Reichstag in Forchheim (7.-10. November 911) als ®Konrad I. zum Nachfolger des letzten Karolingerkönigs des Ostfrankenreiches gewählt. Trotz Unterstützung des Episkopats konnte Konrad, dem die Stammesherzöge die Gefolgschaft verweigerten, kein Königshaus der Konradiner begründen.