Kreide

Aus Mittelalter-Lexikon
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Kreide (mhd. kride; lat. creta, wahrscheinl. v. terra creta = gesiebte Erde; chem. Calciumkarbonat). Feinkörniger biogener Kalkstein mariner Entstehung, weich zerreiblich und weiß färbend. Als Ausgangsstoff der ®Farbenherstellung wurde pulverisierte Kreide mit einem Bindemittel und etwas Wasser angerührt. Berühmt war die Rügener Kreide, die schon seit dem 13. Jh. zur Herstellung von Schreib- und Zeichenkreide benutzt wurde. Daneben verwendete man Kreide zur Herstellung von Malfarben und Glas, zur Grundierung von Pergament und von Malgründen für die Tafel- und Fassmalerei, zum Zähneputzen und auch zum Verfälschen von Mehl.