Laubenhäuser

Aus Mittelalter-Lexikon
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Laubenhäuser. Auf römische Bauweise geht das steinerne Laubenhaus zurück, in das ebenerdig Verkaufsstände mit einbezogen sind, die sicn zu dem überbauten Laubengang hin öffnen, der seinerseits durch Bogenreihen von der Straße getrennt ist. Laubenhäuser gelangten über Tirol ins südöstliche Bayern, nach Böhmen, Schlesien und endlich bis ins Ordensland Preußen. Auf einer westlichen Schiene wurden sie über Südfrankreich und die Ostschweiz bis nach Westfalen vermittelt. Laubengänge säumten Märkte und Marktstraßen. Dabei kam es nicht zu einer durchlaufenden, einheitlichen Bogenstellung, die Arkatur blieb vielmehr jeweils in die Front der einzelnen Häuser eingebunden.
(Ma. Beispiele: Neuer Markt/Prinzipalmarkt in Münster/Westfalen; Laubengasse in Bozen, Südtirol; Große und Kleine Lauben in Brixen, Südtirol; Lange Lauben und Hirschlauben am Untermarkt in Görlitz; Marktplätze in Kolin, Königgrätz, Saaz und Teltsch im ehemaligen Königreich Böhmen; die "Altstadt" genannte Straße in Landshut, zwischen Martinskirche und Rathaus)