Leinwand

Aus Mittelalter-Lexikon
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Leinwand (mhd. linwat = Leinengewebe). Festes, wenig geschmeidiges Gewebe aus den Bastfasern von ®Flachs, gewebt in Leinwandbindung (Kett- und Schussfaden überkreuzen sich gitterartig). Fand Verwendung für Wäsche, Kleider, Segeltuch, Pack- und Sacktuche. Am Ende des MA. ging man, hauptsächlich wegen holztechnischer und gewichtsbedingter Probleme bei großformatigen Tafelbildern, zur Malerei auf Spannleinwand über ("Tuchbilder"). Kleinformatige Bilder wurden weiterhin auf Holz gemalt. (Zur Vorherrschaft der Leinwandmalerei sollte es jedoch erst im 19. Jh. kommen.)