Malerzeche

Aus Mittelalter-Lexikon
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Malerzeche (mhd. zeche = Einrichtung, Gemeinschaft, Verein). Kaiser ®Karl IV. gründete 1349 in Prag eine Malerzeche, d.h. eine Zunftorganisation nach dem Vorbild der Bauhütten. Deren Schule hatte maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der ®Tafelmalerei, die seit dem 14. Jh. bei der Gestaltung von Altären in den Vordergrund rückte. Das Format der Tafelbilder erzwang andere Kompositions- und Malweisen, als sie bei der kleinformatigen Buchmalerei und der großflächigen Wandmalerei geübt wurden.
Maßgebliche Vertreter der Prager Malerzeche waren der ®Hohenfurther Meister, der ®Wittingauer Meister und Meister ®Theoderich von Prag.