Mamelucken

Aus Mittelalter-Lexikon
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Mamelucken (Sing. Mamluck; ital. mammalucco, v. arab. mamluk = Sklave). Eine Kriegerkaste islamisierter Militärsklaven türkischer und tscherkessischer Herkunft. Sie hatten unter den ägyptisch-syrischen Ajjubiden-Herrschern Kriegsdienste geleistet und putschten sich 1250 in Ägypten an die Macht. Von hier aus übten Mamluckische Sultane die Macht über den Vorderen Orient aus. Die christl. Kreuzfahrer lernten die Unbarmherzigkeit und Grausamkeit der Mamelucken schon bald kennen: 1268 eroberte Sultan Baibar Antiochia und ließ die gesamte Einwohnerschaft niedermetzeln. Gleiches geschah 1289 in Tripolis und 1291 in Akkon. Unter dem Eindruck mameluckischer Gräueltaten verließen die letzten „Franken“ fluchtartig das Heilige Land. Alle chrsitl. Burgen entlang der Küste wurden geschleift – sie sollten nie mehr als Brückenköpfe ungläubiger Invasoren dienen können.