Manfred

Aus Mittelalter-Lexikon
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Manfred von Hohenstaufen (1232-1266). Unehelicher Sohn Kaiser Friedrichs II. und der piemontesischen Markgräfin Bianca Lancia. 1250 erbte er von seinem Vater das Fürstentum Tarent, nachdem er ihm während seiner italienischen Feldzüge hilfreich zur Seite gestanden hatte. Im gleichen Jahr übernahm er für seinen Halbbruder König Konrad IV. bis zu dessen Ankunft die Regentschaft in Sizilien (1252). Nachdem Konrad IV. kurz nach seinem Eintreffen in Italien an der Malaria gestorben war, ließ sich Manfred von den Baronen seines Reiches und von italienischen Kaisertreuen zum König von Sizilien ausrufen. 1260 konnte er seinen Machtbereich auf die Toskana und Oberitalien ausdehnen. Die Päpste sahen ihre Machtstellung in Italien bedroht und riefen Karl I. von Anjou zu Hilfe. Dessen Armee schlug in der Schlacht bei Benevent (26.02.1266) die Truppen Manfreds, Manfred selbst kam dabei ums Leben. Mit dem Sieg sicherte sich Karl von Anjou die Herrschaft über Sizilien. Anfang des folgenden Jahres wird er vom Papst gekrönt und auf die Kirche verpflichtet.