Muntatsteine

Aus Mittelalter-Lexikon
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Muntatsteine (zu mhd. muntat, mundate, lat. immunitas = gefreiter Bezirk). Muntat-, Geleits- oder Weichbildsteine kennzeichneten im MA. die Außengrenze des den Markt oder die Stadt umgebenden Rechtsbezirks (s. Weichbild). Sie bestanden anfangs aus einem viereckigen oder säulenförmigen Schaft und einem einfachen Kreuz, später trugen sie ein Relief, die Kreuzigung Christi darstellend; dadurch näherten sie sich in der Form den ®Martersäulen.
Beispiel: Das thüringische Eisenberg, auf halbem Wege zwischen Gera und Jena gelegen, war seit der Stadterhebung (1274) von 24 derartiger Steine kranzartig umgeben.