Opfergaben

Aus Mittelalter-Lexikon
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Opfergaben in der Nigromantie. Um den angerufenen Dämon bei der Beschwörung willfährig zu machen, brachte ihm der Nigromant eine Gabe dar, die aus Blut (möglichst menschlichem), Menschenfleisch, Tieren (etwa einem Hahn, einem Wiedehopf oder einer Fledermaus) oder Tierteilen (z.B. Hirn, Herz, Zunge) bestand. Als weniger wirksam galten Opfergaben wie Milch, Honig, Brot, Käse, Nägel oder Salz. Michael Scotus wusste: "sie (i.e. die Nigromanten) opfern Fleisch oder einen lebendigen Menschen, Fleisch, das sie aus ihrem eigenen Leib oder auch von einer Leiche schneiden ... denn sie wissen, dass es nur dann gelingen kann, einen Geist ... zu bannen, wenn man reichlich Opfer darbringt."