Osterwasser

Aus Mittelalter-Lexikon
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Osterwasser. Auf heidnische Frühlingsbräuche geht der Volksglaube zurück, dass lebendiges Wasser (Quell-, Bach-. Flusswasser) in der Osternacht von heilsamer Kraft sei. Es muss vor Sonnenaufgang geschöpft sein und unter Stillschweigen nach Hause getragen werden; nur dann bleibt es lange frisch und ist für ein ganzes Jahr von nützlicher Wirkung. Getrunken oder als Zusatz zum Waschwasser macht es schön und hat Heilkraft gegen Hautkrankheiten, Zahnleiden und Fieber. Als Beigabe zum Brotteig verhindert es den Schimmel, in der Stube verspritzt vertreibt es das Ungeziefer, im ersten Kindsbad schützt es den Säugling vor künftigen Krankheiten, damit getränktes oder besprengtes Vieh bleibt gesund u.a.m.