Pesthäuser

Aus Mittelalter-Lexikon
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Pesthäuser. Im 15. Jh. wurden in vielen Städten Stiftungen eingerichtet, welche die Einrichtung und den Unterhalt von Häusern für Seuchen-, besonders für Pestkranke zum Ziel hatten; so z.B. in Köln, Münster oder Braunschweig. Die Häuser waren häufig einem bestimmten Personenkreis reserviert (Universitätsangehörigen, mittellosen Klerikern und Scholaren, armen Knechten und Mägden usf.); die Aufnahmekapazität war meist auf wenige Betten beschränkt, die Versorgung umfasste alltägliche Grundbedürfnisse, Seelsorge und Beistand beim Sterben, nicht jedoch medizinische Behandlung.