Rupert

Aus Mittelalter-Lexikon
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Rupert (Hruodbert, Hrodpert; um 650 - 718; hl.) Aus der hochadligen rheinfränkischen Familie der Rupertiner, Bischof von Worms; wurde von dem ihm anverwandten Baiernherzog Theodo vor 696 als Missionar nach Bayern gerufen. Als Ausgangsort für seine Missionstätigkeit wählte er die ehemalige Römersiedlung Juvavum (s. Salzburg) und wurde vom Herzog mit umfangreichem Besitz und Privilegien versehen. Er ließ sich in dem Kloster St. Peter nieder, das er neu organisierte und ausbaute. Von dort aus verbreitete er den christl. Glauben und errichtete mit der Hilfe Herzog Theodos und dessen Sohnes Theodebert Kirchen und Klöster. Außer um kirchliche Belange kümmerte er sich um die Herstellung von Straßen, um die Belebung von Ackerbau und Viehzucht, und nicht zuletzt um die Salinenindustrie, in deren Steuern sein Kloster eine bedeutende Einnahmequelle hatte. Seine grundlegende Arbeit sollte später dem Bonifatius die Gründung des Bistums Salzburg erleichtern. Nachdem Rupert in Salzburg seinen Schüler Vitalis als Nachfolger eingesetzt hatte, kehrte er nach Worms zurück, wo er gestorben ist. Seine Gebeine wurden 774 in den Salzburger Dom überführt.
Rupert gilt als Patron des Bergbaus und der Salzarbeiter, er wird als Helfer gegen Rotlauf und Kinderkrankheiten angerufen. Er wird mit einem Salzfass in der Hand dargestellt.