Schöffenbarfreie

Aus Mittelalter-Lexikon
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Schöffenbarfreie. Im Sachsenspiegel als scepenbare lude (schöffenbare Leute) bezeichnete Personen waren juristische Laien und gehörten einer Zwischenstufe zwischen Adel und Gemeinfreiheit an. Sie hatten einen Erbanspruch auf einen Schöffenstuhl bei den niederen Gerichten ihrer Region. Ihren Stand kennzeichneten freie Herkunft, vererbbaren Grundbesitz und rittermäßige Lebensführung. Unter bestimmten Umständen konnten auch unfreie Angehörige der Ministerialität als schöffenbarfrei gelten.