Schilderer

Aus Mittelalter-Lexikon
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Schilderer (mhd. schiltaere; lat. scutarius). Schon im karolingischen „Capitulare de villis“ werden Schildmacher erwähnt, die neben den Schmieden für die ®Rüstung der Krieger verantwortlich waren. Die hölzernen Schilde wurden mit Leder bezogen und durch Metallbeschläge verstärkt. Nachdem vom 12. Jh. an die Schilde als Wappenträger dienten, betätigten sich die Schilderer auch als Wappenmaler. Eine frühe Schilderer-Zunft ist für 1197 in Magdeburg belegt. In Köln erinnert heute noch die Schildergasse an die dortige Zunft. Außer Kriegs-, Turnier- und Prunkschildern fertigten Schilderer auch lederbezogene Buchdeckel und Schwertscheiden und besorgten die heraldische Dekorierung des Reitzeugs (Sattel, Zaumzeug, Kopf- und Brustleder). Im Kreis der Handwerke galten sie als eines der angesehensten.