Schlagbrett

Aus Mittelalter-Lexikon
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Schlagbrett (mhd. hillebille, hellebille, schellebaere tavele; lat. tabula sonora). Zur Alarm- oder Signalübermittlung dienten schwere Holzbretter oder Bohlen, die mit Klöppeln angeschlagen wurden. Sie wurden noch im FMA. zumeist von Glocken abgelöst, nur in abgelegenen Gegenden bediente man sich ihrer noch länger; so etwa im Harz, wo sich die Köhler mit einer Art Morsealphabet verständigten.
Hartmann von Aue schreibt in seinem "Iwein" von einer Metalltafel, die neben dem Burgtor aufgehängt ist, um vom ankommenden Gast laut angeschlagen zu werden.