Schuldknechtschaft

Aus Mittelalter-Lexikon
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Schuldknechtschaft. Einer, der eine dingliche Schuld nicht erledigen konnte, konnte vom Gläubiger in Knechtschaft genommen werden. Nach fränk. Recht konnte der Gläubiger sich dabei der Selbsthilfe bedienen, später fiel die Überführung in Schuldknechtschaft in die Befugnis eines Richters. Aus der Verknechtung ist noch im MA. die Schuldhaft hervorgegangen, bei welcher der säumige Schuldner bis zur Tilgung der Schuld amtlicherseits in ein Gefängnis (den „schultturn“) getan wurde.