Schutzjuden

Aus Mittelalter-Lexikon
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Schutzjuden. Juden, die im MA. durch einen kostenpflichtigen Schutzbrief unter den persönlichen Schutz des Kaisers gestellt waren. Im 13. Jh. kamen sie als Kammerknechte auch unter die Zuständigkeit der Territorialherren (s. Kammerknechtschaft). Kraft der „Goldenen Bulle“ von 1356 waren Juden dem besonderen Schutz der Kurfürsten unterstellt. Die obrigkeitliche Schutzgarantie war von höchst zweifelhaftem Wert; umso zuverlässiger und regelmäßiger war die dafür eingeforderte Taxe zu entrichten.