Stützenwechsel

Aus Mittelalter-Lexikon
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Stützenwechsel. Regelmäßiger Wechsel von Säulen und Pfeilern (S-P-S-P; „Rheinischer“ oder „Jambischer“ Stw.) in der Bogenstellung des romanischen Kirchenschiffes. Es können auch jeweils ein Pfeiler und zwei Säulen aufeinanderfolgen (P-S-S-P; „Niedersächsischer“ oder „Daktylischer“ Stw.). Von „doppeltem Stw.“ spricht man, wenn auf zwei Pfeiler jeweils zwei Säulen folgen (PP-SS-PP). Auch die abwechselnde Stellung von Pfeilern (bzw. Säulen) mit Vorlage und solchen ohne Vorlage wird als Stw. bezeichnet. Durch den Stw. sollte die eintönige Aneinanderreihung der Stützen im Langhaus rhytmisch gegliedert werden. Zwar findet sich der Stw. auch in roman. Kirchen Frankreichs und Italiens, jedoch weit seltener als in Deutschland.