Stahlschmied

Aus Mittelalter-Lexikon
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Stahlschmied. Zwischen die Berufsgruppen, welche Eisen erzeugten und jene, welche Stahlprodukte wie Waffen und Werkzeuge herstellten, schoben sich vom 12./13. Jh. an die Stahlschmiede (s. Stahl). Deren Werkstätten lagen wegen der Feuersgefahr im Außenbereich der Städte, vom 15. Jh. an auch in ländlichen Siedlungen. Wo irgend möglich, suchte man die anstrengende körperliche Arbeit durch Wasserkraft (für Schmiedehämmer und Blasebälge) zu erleichtern. Handgeschmiedeter Stahl galt jedoch als qualitativ hochwertiger. Dank geeigneter Erzvorkommen gab es im Siegener Land schon im 13. Jh. wohlhabende Stahlschmiede, die sich in Bruderschaften organisierten. Diese Korporationen schlossen sich gegen fremde Lehrlinge und Handwerker ab, aufgenommen wurden nur Söhne und Schwiegersöhne von Mitgliedern. Ortsnamen wie Stahlberg, Stolberg usf. kennzeichnen Orte, bei denen zur Stahlerzeugung besonders taugliche Erze anstanden.