Tauschieren

Aus Mittelalter-Lexikon
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Tauschieren (aus arab. taushija = Färbung). Arabische Kunstschmiede waren Meister dieser seit der Bronzezeit bekannten Technik der Veredelung von Metalloberflächen. Dabei wurden nach der Art von Intarsien Drähte aus Edelmetall in Vertiefungen eingehämmert, die mit dem Grabstichel oder durch Einätzen in die zu schmückenden Flächen eines Bronze- oder Eisengegenstands eingetieft worden waren. Wahrscheinlich wurde das Trägermetall vor dem Einhämmern der kalten Drähte erhitzt, um bei dem mit dem Erkalten einhergehenden Schrumpfen die eingearbeiteten Verzierungen umso fester zu binden. Im SMA. wurde das Tauschieren von Harnischmachern in Nürnberg und Augsburg für Prunkwaffen und -harnische angewandt.