Wandalbert von Prüm

Aus Mittelalter-Lexikon
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Wandalbert von Prüm (geb. wahrscheinlich in Westfrankreich 830, gest. um 870 in Prüm). Es sind nur bruchstückhafte Angaben zu seiner Biographie bekannt. Wandalbert wurde um 839 Mönch in dem bedeutenden karolingischen Kloster Prüm (Eifel) und schrieb im Auftrag seines Abtes Marcward eine Geschichte über Leben und Wunder des hl. Goar („Vita et miracula sancti Goaris“, um 839). Sein bedeutendstes Werk ist ein gereimtes Verzeichnis der heiligen Märtyrer, gewidmet Kaiser Lothar I., vollendet 848. In den an das Martyrologium angegliederten Gedichten verschiedenen Inhalts handelt er auch von Namen und Himmelszeichen der einzelnen Monate sowie von Gegenständen der Agrikultur, so – nach Jahreszeiten geordnet – von Jagd, Fischerei, Obst- und Weinbau („De mensium duodecim nominibus signis culturis aerisque qualitatibus“. Das Gedicht ist mit 13 karolingischen Miniaturen geschmückt und stellt einen Kalender für Bauern und Jäger dar, in dem auch medizinisches enthalten ist).