Wanderärzte

Aus Mittelalter-Lexikon
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Wanderärzte. Angehörige der niederen Heilberufe wie Stein- und Bruchschneider, Oculisten, Zahnkünstler oder Wundärzte fanden in den kleinen Städten nicht genügend Patienten, um sesshaft werden zu können. So zogen sie umher, praktizierten auf Märkten und Messen und hatten ihre Stände neben denen von Gauklern und Krämern. Erst in den größeren Städten des SMA ließen einige sich nieder, nicht selten vom Magistrat angeworben und besoldet. Viele der fahrenden Heilkünstler, nämlich die quacksalbernden und betrügerischen "Leutbescheisser", zogen gerne weiter, wenn ihnen der Boden zu heiß geworden war.