Westfalen

Aus Mittelalter-Lexikon
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Westfalen. Im westl. Teil des sächsischen Stammesgebietes, also im Flachland westl. der mittleren und oberen Weser sowie im Sauerland, saßen die Westfalen, ein den Niedersachsen zugehöriger Stamm. Sie wurden von Karl d. Gr. unterworfen und christianisiert (775), und dem Stammesherzogtum Sachsen unterstellt. Nach dessen Auflösung (1180) zerfiel die Region der Westfalen in verschiedene geistl. und weltl. Territorien (Münster, Osnabrück, Paderborn, Dortmund, Corvey u.a.m.). - Im südl. Teil wurde für die Kölner Erzbischöfe das Hzgtm. Westfalen eingerichtet (das bis 1803 Bestand haben sollte). Verwaltungssitz war erst Arnsberg, seit 1434 Werl. Der von den Erzbischöfen angestrebte rheinisch-westfälische Großstaat konnte wegen des Widerstandes des örtl. Adels nicht realisiert werden.