Wolfgang

Aus Mittelalter-Lexikon
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Wolfgang (um 925 - 94, hl.) war gebürtiger Schwabe, wurde im Benediktinerkloster Reichenau erzogen und ging als Lehrer an die Domschulen von Würzburg und Trier. 964 trat er als Mönch in das Kloster Einsiedeln ein, wo er die Priesterweihe erhielt. Nach Missionstätigkeit in Ungarn wurde er 972 zum Bischof von Regensburg ernannt. In diesem Amt stellte er seine Reformfreudigkeit und seinen Missionseifer (in Böhmen und Österreich) unter Beweis, außerdem diente er zeitweilig als Lehrer des späteren Kaisers Heinrich II. Er wurde zum volkstümlichen Schutzheiligen in Süddeutschland und Österreich (St. Wolfgang am See), vornehmlich der Hirten, Köhler und Schiffer, und galt als besonders hilfreich gegen Schlaganfall, Gicht, Lähmungen, Ruhr, Hauterkrankungen, nässende Hautentzündungen (mhd. wolf, daher wohl der Bezug zu Wolfgang), Blutfluss, Bauchschmerzen und Unfruchtbarkeit, sowie gegen Unwetter, Feuer und Viehkrankheiten.