Zunftpatron

Aus Mittelalter-Lexikon
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Zunftpatron. Die ma. Zünfte unterstellten sich einem Schutzheiligen, dessen Vita oder Attribute sich mit dem jeweiligen Handwerk in Verbindung bringen ließen. Dem Patron war, wo nicht eine eigene Kirche, so doch wenigstens ein eigener Altar gewidmet, sein Festtag wurde mit feierlichem Gottesdienst und Umzug begangen. Die Bäcker, Windmüller und Blasmusikanten verehrten Blasius, Honorius, Nikolaus oder Elisabeth, die Bader Cosmas und Damian. Fischer hatten Petrus oder Andreas als Schutzheiligen, Bergleute und Büchsenmeister Barbara. Schneider riefen Johannes den Täufer an, Schuhmacher den Crispinus, Kesselschmiede den Veit und Tischler den Joseph.
(s. Heilige)