Adolf von Nassau

Aus Mittelalter-Lexikon
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Adolf von Nassau (um 1250 - 98). Die dt. Kurfürsten hatten ®Albrecht I. von Habsburg, dem Sohn König ®Rudolfs I. von Habsburg, die Wahl zum König verweigert, um die Ausbildung einer neuen Dynastie zu verhindern. Nach Rudolfs Tod erhoben sie Adolf von Nassau, einen hochgebildeten Adligen ohne nennenswerte Hausmacht, zum König. Nachdem Adolf seinerseits mit dem Erwerb von Thüringen und Meißen den Grundstein zu einer eigenen Hausmacht legte, schlugen sich die Kurfürsten auf die Seite Albrechts von Österreich, erklärten Adolf auf der Fürstenversammlung zu Mainz (1278) für abgesetzt und wählten Albrecht zum König. Adolf fiel 1298 in der Schlacht gegen Albrecht bei Göllheim (nahe Worms). Er wurde 1309 im Dom zu Speyer beigesetzt.